Kinesio-Taping mit Kinesio-Tapes

In unserer Praxis Physio Eppendorf behandeln wir Sie auf Wunsch mit Kinesio-Tapes: Die bunten, atmungsaktiven und hochelastischen Klebestreifen sollen dafür sorgen, Ihre Schmerzen und Beschwerden zu lindern beziehungsweise zu beheben und Ihnen somit wieder mehr Bewegungsfreiheit zu verschaffen.


Kinesio-Taping ist Ihnen vielleicht aus dem Sport bekannt. Seit geraumer Zeit sieht man immer mehr Sportler, die bunte Klebestreifen auf ihren Körpern tragen. Diese Klebestreifen nennt man - je nachdem von welchem Hersteller oder Anbieter sie kommen - Kinesio-Tapes, elastische Tapes, Medi-Tapes oder Medical-Tapes. Sie sind atmungsaktiv, also luft- und wasserdurchlässig, hochelastisch und farbig und sollen den Heilungsprozess bei Sportverletzungen positiv beeinflussen. Kinesio-Taping wird aber auch in anderen Therapien eingesetzt, beispielsweise in der Nachsorge von Brustkrebs oder als Lymphtaping in Kombination mit Manueller Lymphdrainage.



Was ist ein Kinesio-Tape?

Kinesiologie bedeutet übersetzt übrigens "Lehre von der Bewegung". Im Vergleich zu herkömmlichen, starren Bandagen oder Tapes sind die Klebestreifen des Kinesio-Tapings sehr elastisch, übrigens ähnlich der Elastizität menschlicher Muskeln. Das hochwertige Baumwollgewebe, aus dem sie bestehen, passt sich flexibel an Ihren Körper an und lässt sich in der Längsrichtung dehnen. Die klebstofffreie und wirkstofffreie Acrylbeschichtung guter Klebestreifen, mit deren Hilfe die Kinesio-Tapes auf der Haut haften, soll selbst von empfindlicher oder leicht allergisch reagierender Haut ohne Probleme vertragen werden. Die Beschichtung selbst ist wellenförmig aufgetragen. Wegen der hohen Elastizität wirkt ein Kinesio-Tape, indem es bei Bewegungen die Haut leicht verschiebt oder zieht.


Welche therapeutische Wirkung haben Kinesio-Tapes?

Das Aufbringen oder Kleben der Kinesio-Tapes nennt man "anlegen". Es gibt unterschiedliche Anlage-Techniken für die Kinesio-Tapes, je nachdem, welche Wirkung damit erzielt werden soll. Man unterscheidet vier solcher Anlage-Techniken, die sich gegebenenfalls auch kombinieren lassen: Muskelanlage, Ligamentanlage, Korrekturanlage und Lymphanlage. 


Mit dem angelegten Tape verbessert man zum einen die Durchblutung, zum anderen den Lymphabfluss. Zudem reguliert das Kinesio-Tape den Muskeltonus, also die Spannung der Muskeln, über den sogenannten Reflexbogen, der zwischen Haut und Muskulatur besteht. Das Kinesio-Tape baut entweder Spannung auf oder verringert sie - je nachdem, wie es angelegt wurde. Ein Kinesio-Tape soll darüberhinaus schmerzlindernd wirken können. Weitere Anlage-Techniken zielen darauf ab, Gelenke entweder in der Bewegung zu unterstützen oder diese zu stabilisieren, ohne jedoch die Beweglichkeit an sich einzuschränken.

Ein Kinesio-Tape beeinflusst demnach die aktiven Körperstrukturen. Es tut dies allerdings nur dann, wenn der Patient sich bewegt. Wer sich nicht bewegt, leitet keine Reize vom Tape über die Haut bis in tiefere Strukturen - das Tape ist in diesem Fall wirkungslos.

Welche konkreten Anwendungen haben therapeutische Kinesio-Tapes?

Die Hauptanwendungen der elastischen Kinesio-Tape-Anlagen sind:

  • Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen der Muskeln
  • Störungen des Lymphabflusses
  • Sportverletzungen, die mit Ödemen, Hämatomen und Zerrungen einhergehen
  • gereizte Sehnen
  • Durchblutungsstörungen
  • Gelenke, die stabilisiert werden sollen
  • Bewegungsabläufe, die korrigiert werden sollen
  • Haltungen, die korrigiert werden sollen
  • Lindern von Kopfschmerzen
  • Korrektur von Kiefergelenksdysfunktionen


Wie lange haftet das Kinesio-Tape auf der Haut und darf man damit ins Wasser?

Ein hochwertiges Kinesio-Tape haftet bis zu zwei Wochen auf der Haut. Da es wasserresistent ist, können Sie damit auch unter die Dusche, ins Schwimmbecken oder in die Sauna. Tipp: Tupfen Sie das Tape nach dem Duschen, Schwimmen oder Saunieren vorsichtig trocken - dann rollen sich die Enden nicht hoch und das Tape haftet länger. 


Wann sollte ich auf Kinesio-Taping verzichten?

Wer an akuten Entzündungen der Haut leidet, sollte die Haut nicht zusätzlich noch mit Tapes reizen - selbst wenn diese frei von Klebemitteln und Wirkstoffen sind. Und derjenige, der noch keine klare Diagnose seiner Beschwerden hat, sollte vor einer Kinesio-Taping-Therapie erst einen Facharzt aufsuchen, um den Ursachen für Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen auf den Grund zu gehen.